
Zwölf Speaker in ein Anmeldeformular zu pressen, das eine KI in wenigen Minuten für eine einzelne Landingpage baut, geht nicht auf: In einem Online-Kongress steckt zu viel Logistik für zu wenig Seite.
Transparenz vorweg, bevor es weitergeht: Dieser Beitrag enthält Affiliate-Links. Kaufst du über einen davon ein Tool, bekomme ich eine Provision — der Preis bleibt für dich gleich. Empfohlen wird hier ausschließlich Software, die bei meinen eigenen vier Kongressen tatsächlich lief oder die ich gründlich getestet habe, damit dir das Technik-Chaos erspart bleibt. Meine vollständige Offenlegung dazu steht separat auf der Seite.
Was die KI-Landingpage in Minuten liefert – und wofür das reicht
Für Coaches, die schnell ein Freebie oder ein Erstgespräch bewerben wollen, ist eine KI-Seite fast unfair gut. Für mein aktuelles Projekt habe ich mir mylandingpage.ai genauer angesehen — ein Tool, das eine Anmeldeseite dank Künstlicher Intelligenz in kurzer Zeit fertig ausspuckt und Layout, Texte sowie Struktur allein aus ein paar Stichworten baut.
Mirko Bachmann, der zwei Tische weiter im CoWork Schwabing sitzt und selbst eine SaaS-Firma aufbaut, wollte natürlich sofort wissen, wie sauber die generierte Seite mit einem CRM spricht. Er glaubt keinem Anbieterversprechen, bevor er nicht selbst in der Schnittstellen-Dokumentation nachgelesen hat (eine Angewohnheit, die mir bei jedem neuen Tool inzwischen mehr wert ist als jede Werbeaussage).

ClickSummits gegen mylandingpage.ai: zwei Werkzeuge, zwei Aufgaben
Ein Online-Kongress ist kein Webinar mit hübscherem Anstrich, sondern ein mehrtägiges Event mit eigener Logistik. mylandingpage.ai ist seit etwa 1,8 Jahren am Markt und auf schnelle, moderne Einzelseiten spezialisiert; ClickSummits begleitet Kongress-Veranstalter im deutschsprachigen Raum dagegen schon seit über fünf Jahren.
Beim reinen Ersteindruck gewinnt die KI, keine Frage: Eine Seite für ein E-Book oder einen Downloadlink steht in kürzester Zeit. Bei der Conversion sieht die Rechnung anders aus: ClickSummits kommt bei mir im Schnitt auf einen EPC (Earnings Per Click) von 62 Dollar, ein Wert, den man mit einer selbst zusammengestellten Seite erst einmal erreichen muss. Als ich die neue Seite testete, hatte ich mir insgeheim eine Grenze gesetzt — unter einer Conversion-Rate von 30 Prozent wäre das Projekt für mich ein teures Hobby gewesen, kein Marketing-Kanal.
Wo der Aufwand nach der fertigen Seite erst losgeht
Drei Stunden habe ich an einem Nachmittag investiert, um ein Speaker-Grid manuell in den KI-Builder zu zwingen — bis klar wurde, dass das Tool schlicht keine echte Datenbank für Referenten kennt. Bei einem Kongress mit einem Dutzend Speakern reicht das nicht: Wer wann welches Thema hat, welches Foto und welchen Bio-Text braucht eine zentrale Struktur, keine Textbox pro Person.
Bei einem meiner früheren Kongresse hatte ich für die Live-Sessions einen kostenlosen StreamYard-Zugang eingerichtet, um Kosten zu sparen. Ausgerechnet während der wichtigsten Übertragung blendete das Tool mitten im Bild sein eigenes Branding ein. Niemand im Publikum hat sich beschwert, aber seitdem prüfe ich bei jedem „kostenlos" oder „in Minuten fertig" zuerst, was im Hintergrund mitläuft, bevor ich es meinen Speakern zumute.
Genau hier trennen sich die Wege: eine automatisierte Verteilung der Aufzeichnungen nach dem Kongress, ein Video-Hosting, das auch bei hohem Zugriff nicht ruckelt, und ein Lasttest, der zeigt, ob die Plattform am Starttag überhaupt durchhält, gehören zu den Dingen, die eine reine Landingpage nie abdeckt. Was rechtlich auf so eine Anmeldeseite gehört und was ein Kongress mit zwölf Speakern unterm Strich tatsächlich kostet, sind für sich genommen schon eigene Themen. Wie zentrales Speaker-Management diesen ganzen Block überhaupt erst handhabbar macht, beschreibe ich ausführlicher in diesem Artikel über Speaker-Management.

Bleibt ClickSummits mein Werkzeug für echte Kongresse?
Eine KI-Landingpage ist wie ein leerer Seminarraum, den du selbst bestuhlst, dekorierst und mit Technik ausstattest. ClickSummits kombiniert Landingpage, E-Mail-Strecke, Replay-Bereich und Tracking für die Speaker in einem einzigen System — eher wie ein Tagungshotel, das Bühne, Technik-Team und Catering direkt mitliefert, statt dass du jeden Programmpunkt einzeln einkaufst.
An meinem Schreibtisch im CoWork Schwabing hängt, während ich auf den Ahorn im Innenhof blicke, seit Monaten noch ein Flowchart vom letzten Kongress an der Wand. Es ist ein Rest eines Nachmittags im Glasraum nebenan, in dem ich sonst Interviews mit Speakern aufnehme. Patrick Kruse, ein Business-Trainer aus Hannover, der über einen meiner Checklisten-Artikel bei mir gelandet ist, fragte mich genau dort, ob er für seinen ersten Kongress direkt mit dem KI-Tool starten soll. Patrick will nichts überspringen — er arbeitet Themen lieber komplett durch, statt sich auf einen einzelnen Tipp zu verlassen —, und deshalb habe ich ihm geraten, zuerst zu klären, wie viele Speaker er wirklich einladen will, bevor er sich für ein Werkzeug entscheidet. Wer sich fragt, ob der Wechsel von einer selbst gebauten WordPress-Seite zu einer Kongress-Plattform lohnt, findet Antworten in meinem Vergleich ClickSummits vs. WordPress.
Am letzten Nachmittag meines vierten Kongresses saß ich nur noch mit dem Handy in der Hand da und beobachtete, wie die Anmeldezahlen von genau dieser Seite ganz ohne mein Zutun weiter hochliefen. Das ist der Moment, an dem sich zeigt, ob eine Landingpage wirklich fürs Listbuilding taugt, oder nur hübsch aussieht. Wie viele der Angemeldeten am Ende tatsächlich einschalten, entscheidet ohnehin eher die Willkommensstrecke danach als die Seite selbst. Wie du Speakern eigene Tracking-Links gibst, damit ihre Reichweite messbar bei dir landet, wie du den Erfolg des ganzen Kongresses später an echten Kennzahlen statt am Bauchgefühl misst, ob du ihn danach als Evergreen-Funnel weiterlaufen lässt und wie du aus einem kostenlosen Event überhaupt Umsatz machst — das sind alles Baustellen, die erst nach der Landingpage beginnen. Selbst die Formulierung der Texte auf der Seite, damit sie wirklich konvertiert, ist noch mal ein eigenes Handwerk für sich, unabhängig davon, welches Thema und welche Nische du für deinen Kongress gewählt hast.
Fazit: schnelles Tool oder stabile Plattform?
Zwei Wochen Vorlauf und ein einzelnes Angebot wie ein Erstgespräch oder ein kleiner Workshop? Dann ist mylandingpage.ai die schnellere Wahl, und es macht sogar Spaß, der KI beim Bauen zuzusehen. Steht dagegen ein echter Kongress mit mehreren Speakern über mehrere Tage an, bei dem Anmeldungen, Erinnerungen, Replays und Tracking zusammenspielen müssen, bleibt ClickSummits nach vier eigenen Kongressen meine klare Empfehlung. Die Deko einer Landingpage kannst du dir selbst basteln — die Statik der ganzen Bühne dahinter sollte etwas tragen, das schon oft genug getestet wurde, bevor der Launch-Tag kommt.